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Benutzeroberflächen

Der Begriff “Benutzeroberfläche” kommt aus der EDV und wird oft synonym zu Benutzerschnittstelle oder Bedieneroberfläche gebraucht. Häufig tauchen auch die englischsprachigen Begriffe “User Interface” oder “Graphical User Interface” auf, für letzteren steht auch die Abkürzung GUI. Wofür stehen solche Begriffe nun? Auf eine einfache Formel gebracht bezeichnen sie eine Schnittstelle, mit denen der Benutzer mit einem Betriebssystem bzw. mit dem Computer in kommunikativen Kontakt tritt. Aus diesem Grund ist die Benutzerschnittstelle auch eine Art Subsystem in einem weiter gefassten Mensch-Maschine-System, das dazu dient, die Interaktion zwischen dem Menschen und einer Maschine zu gewährleisten. Will man Benutzeroberflächen für den so komfortabel und nachvollziehbar wie möglich gestalten, dann müssen sie den jeweiligen Bedürfnisse entsprechend gesteltet werden.

Benutzeroberflächen als Wissenschaftszweig

Es gibt schon seit Jahren einen eigenen Wissenschaftszweig, der sich ausschließlich mit dem Thememgebiet “Benutzeroberflächen” befasst und sich Mensch-Computer-Interaktionsforschung nennt. Das Fach bietet eine interdisziplinäre Schnittmenge aus informatischen und kognitionspsychologischen Forschungsaspekten, die sich wechselseitig bereichern. Benutzerschnittstellen ermöglichen dem Benutzer der jeweiligen Maschine zunächst die planmäßige Bedienung, zudem das Beobachten und Überwachen der Anlagenzustände und im Ausnahmefall auch korrigierende und unterbrechende Eingriffe in laufende Prozesse. Die für den Benutzer notwendigen Informationen können entweder über Bedienpulte mit Signallampen, Anzeigefeldern und Tastern – also über Hardware – zur Verfügung gestellt werden, oder über auf einem Terminal laufende Visualisierungssysteme.

Betriebssysteme

Ganz grob kann man zwei Gruppen von Benutzeroberflächen unterscheiden: Es gibt zum einen die zeilen- oder befehlsorientierten Benutzeroberflächen wie das Betriebssystem DOS, zum anderen die grafisch- oder objektorientierten Benutzeroberflächen wie das Betriebssystem Windows. Bei der erstgenannten Variante müssen alle Befehle manuell eingegeben und bestätigt werden. Bei der zweiten Variante ist das quasi schriftliche Eingeben von Zeichen nicht unbedingt notwenig, Objekte können beispielsweise mit der Maus verschoben, gelöscht oder kopiert werden. Bezüglich der Grund- und Sicherheitsregeln für die Mensch-Maschine-Schnittstelle und somit auch für Benutzeroberflächen im besonderen gibt es in der Regel Richtlinien zu einer standardisierten Gestaltung.